Kommunikations- und Körpersprache Seminar der Kita Bäkestrolche

 

 

Die Mitarbeiterinnen der Kita Bäkestrolche aus Oranienburg absolvierten im November 2017 ihre Teamfortbildung mit dem Thema Kommunikation- und Körpersprache, auf unserem Hof. Das Team bestand zu diesem Zeitpunkt aus wenigen neuen Mitarbeiterinnen und einer neuen Führungskraft. Dementsprechend wichtig war es der Kitaleitung, das große neue Team für die bevorstehende Zusammenarbeit präventiv zu unterstützen.

 

 

 

Das Seminar startete mit dem theoretischen Teil des Seminars, Kommunikation nach Friedemann Schulz von Thun. Dieser theoretische Teil wurde zu einem „Aha“-Erlebnis für die Teilnehmerinnen. Viele Kommunikationsproblematiken wurden in diesen drei Stunden besprochen, erläutert, geklärt und die Teilnehmerinnen lernten, wie solche „Kommunikationsbaustellen“ richtig angepackt werden, um die Kommunikation im Team zukünftig zu verbessern. Die Mitarbeiterinnen der Kita Bäkestrolche brachten enorm viel Produktivität in diesen Teil des Seminars. Zudem erkannten alle, wie Kommunikation eigentlich funktioniert. Sowohl aus der Sicht des Senders, als auch aus der Sicht des Empfägers. Denn eine gesendete Nachricht ist nicht gleich eine empfangene Nachricht. Ob man sendet oder empfängt, ist ein grandioser Unterschied.

Nutzbringend war das Seminar nicht nur im Bezug auf die Kommunikation untereinander, sondern auch um die Kommunikation mit den Eltern der Kinder, die das Team der Kita Bäkestrolche betreut, zu verbessern. Selbstverständlich entwickeln sich auch in dieser Beziehung Problematiken, die es zu klären und zukünftig zu vermeiden gilt.

Im zweiten Teil des des Tages, starteten wir mit dem pferdegestützten Körpersprache- Seminar. Da wir uns in einem sehr wetterunbeständigem Monat befanden – November – wussten alle Teilnehmerinnen schon im Vorfeld, dass sie sich entsprechend kleiden sollten. So kam es auch, alle waren mit wetterfesten Anziehsachen ausgerüstet und somit konnten uns auch die kurzen Regenschauer nicht von unserem Vorhaben und den damit verbundenen tiefgreifenden Erfahrungen abhalten. Dieser Teil des Seminars dauerte drei Stunden. Er bestand aus verschiedenen Übungen mit den Pferden Quadro, Joey und „Schumi“ alias Poor Lady.  Sowohl in kleinen und großen Teams, als auch in Einzelsettings mit Pferd, wurden spezielle Aufgaben erfüllt.

Der Ablauf dieses pferdegestützten Teils ist so strukturiert, dass diejenigen, die gerade nicht an der Übung teilnehmen, zuschauen und ihre Kolleginnen während der Durchführung beobachten. Nach der Übung findet ein kurzes Feedback statt. Erst durch die  Mitarbeiterinnen, die gerade am Pferd waren, dann durch die zuschauenden Mitarbeiterinnen, die die „Aktiven“ objektiv und fair beurteilen dürfen und danach übersetzte ich die bereits während der Übung kommunizierten Feedbacks der Pferde, für alle Mitarbeiterinnen. Und letztere Feedbacks sind für die Teilnehmerinnen die überwältigsten. Ehrlich, auf den Punkt, mit Bedacht und Respekt und komplett Persönlichkeitsspiegelnd. Keine der Mitarbeiterinnen hätte gedacht, dass die drei Pferde so offen und klar kommunizieren. Alle Pferde-Feedbacks wurden von den Teilnehmerinnen als stimmig, mit deren „Innenleben“ bewertet. Die Mitarbeiterinnen kamen in vielen Übungen an ihre Grenzen. Überschritten sie teilweise sogar. Denn drei von den Mitarbeiterinnen sagten mir von vornherein, dass sie an den pferdegestützten Übungen, aus Angst vor den Pferden, nicht teilnehmen werden. Ohne meinen Zuspruch oder Überredungen von irgendwem, trauten sich diese drei Frauen von ganz alleine doch an die Pferde heran und machten die Übungen mit.